Kennungssystem Parol


  Das Kennungssytem "Parol" wurde Ende der 1980er Jahre als Nachfolge für das Kennungssystem "Kremnij-2" eingeführt.
Einheitliches System zur Abfrage der Kennung zwischen allen Systemen.
B-B  Boden-Boden
L-L  Luft-Luft
L-B  Luft-Boden
B-L  Boden-Luft
S-S  Schiff-Schiff
S-L  Schift-Luft
L-S  Luft-Schiff
S-B  Schiff-Boden
B-S  Boden-Schiff
Durch Nutzung kryptografischer Methoden wurde eine wesentlich größere Imitationssicherheit erreicht.
Es wird in verschiedenen Hauptversionen gebaut, die zusätzlich noch in Leistungsgruppen unterteilt sind.
Hauptversionen:
- Parol-1: Schlüsselapparatur (ZAO-P)
- Parol-2: Flugzeuggestütze Antwort-Systeme (SRO-P) und Abfrage-Systeme (SRZ-P)
- Parol-3: Schiffgestütze Antwort-Systeme (KRO-P) und Abfrage-Systeme (KRZ-P)
- Parol-4: landgestützte Abfrage-Systeme (NRZ-P)
- Parol-5: landgestützte Antwort-Systeme (NRO-P)
Die Versionen des Systems "Parol" unterscheiden sich elektrisch nur durch die Konstruktion des Senders, des HF- Leitungssystems und der Antenne. Die Empfangs- und Decodiereinrichtung ist bei allen Versionen gleich.

Modifikationen:

Bezeichng.Kennzeichng.NutzungUnterbringungLeistung

NRZ-1P71E6P-14, 44Sh6, 55Sh6stationärgPI = 5,6 - 18 kW
NRZ-2P73E65N87, 64Sh6, 5N84, 5N84A, 55Sh6Anhänger Typ 702PI = 5,6 - 18 kW
NRZ-3P75E6S-75, S-125AnhängerPI = 1,5 - 5,0 kW
NRZ-4P1L22P-18, P-12, P-15, P-35, P-37Ural-375PI = 1,5 - 5,0 kW
NRZ-5P1L23, 76E6P-19, P-40, 1S12, 36N6, 22Sh6, 5U65eingebautPI = 1,5 - 5,0 kW
NRZ-6P1L24-29A33, 1S91 RPK-1, 19Sh6eingebautPI = 0,7 - 1,5 kW


Frequenzen:


FrequenzbereichNominalfrequenzNutzung

IIIF1 =   668 +/- 4 MHzSenden der Abfrage, Empfang der Antwort
VIIF4 = 1532 +/- 1 MHzSenden der Abfrage
F3 = 1470 +/- 1 MHzEmpfang der Antwort
F2 = 1458 +/- 1 MHzEmpfang der Antwort


Betriebsarten


BetriebsartFunktion

I allgemeine, nichtimitationssichere Kennung aller Objekte im Wirkungsbereich des Kennungsgerätes
Arbeit in Frequenzbereichen III und VII (Flugzeuge und Schiffe)
Funktion ähnlich der allgemeinen Kennung des Systems Kremnij-2
Er werden keine kryptografischen Methoden verwendet, so dass die Sicherheit durch Codewechsel gewährleistet werden muss.
Die Abfrage erfolgt mit 3 Impulsen und einem zusätzlichen Impuls zur Seitenkeulenunter-
drückung.
Das Antwortgerät kann mit 6 verschiedenen Codes antworten. Die Antwort besteht aus zwei Impulsen, von denen jeweils einer auf einer der Antwortfrequenzen gesendet wird. Der Code bestimmt den zeitlichen Abstand der Impulse und auf welcher der beiden Antwortfrequenzen der erste Impuls gesendet wird. Bei der Vergabe der Codes werden Flugzeuge und Schiffe unterschieden.
 
II allgemeine, imitationssichere Kennung aller Objekte, die sich im Wirkungsbereich des Kennungsgerätes befinden
Arbeit im Frequenzbereich VII
imitationssicher Kennung aller Objekte, da die Imitation der Freund-Fein-Kennung praktisch ausgeschlossen ausgeschlossen ist
damit wird garantierte Freund-Feind-Kennung gewährleistet, die Marke "garantierte Kennung" wird generiert und als Haken am Kennungsbogen der allgemeinen Kennung dargestellt
Für einen Tag stehen 911 mögliche Abfragecodes zur Verfügung. Der Abfragecode wird von Signal zu Signal zufällig verändert.
Mit Hilfe einer Verschlüsselungseinrichtung im Antwortgerät, die analog zur Einrichtung im Bodengerät ist, wird das Antwortsignal des Kodes ausgegeben, der vom Bodenkennungsgerät auf den durch seine Verschlüsslungseinrichtung erzeugten, zufälligen, jedoch im jeweiligen Abfrage/Antwortzyklus konkreten Abfragecode erwartet wird.
Das Antwortgerät wählt den dazu passenden Antwortcode aus einer Menge von 16 möglichen Codes aus. Das Ergebnis wird von der abfragenden Station empfangen und geprüft. Passt der Antwortcode zum abgeschickten Abfragecode, so gilt das Ziel als "Eigener". Die Antwort besteht aus zwei Impulsen. Die 16 möglichen Antwortcodes werden gebildet aus dem zeitlichen Abstand der beiden Impulse (8 Möglichkeiten) und auf welcher der beiden Antwortfrequenzen der erste Impuls gesendet wird (2 Möglichkeiten).
 
IIIIndividuelle Kennung, Notfall und Alarm
im Bereich VII (Flugzeuge)
Sichert die individuelle Kennung von Objekten nach dem Prinzip "Wo bist Du?", bei dem ein Objekt mit vorgewählter Nummer aus der Gesamtheit der zu identifizierenden Objekte selektiert wird.
Nach vollständigem Informationsaustausch zwischen Kennungsgerät und Bordantwortgerät erscheinen am Sichtgerät der gekoppelten Funkmessstation ein zusätzliches bogenförmiges Zeichen und weiter die bogenförmigen Zeichen der Marke der allgemeinen Kennung in der Betriebsart I.
Die Betriebsart III wird im Bereich VII (Kodierung nach Abfrage und Antwort) oder im Bereich III (Kodierung ausschließlich nach Antwort)angewendet.
Eine Bodenstation kann das Notsignal als ein Alarmsignal empfangen und mit einer Lampe am Bedienpult darstellen, auch wenn sie keine eigene Abfrage durchführt.
 
IV Individuelle Kennung sowie Ermittlung des Bordkennzeichens (N) nach dem Prinzip "Wer bist Du?" und "Wo bist Du?"
Die Kennung nach dem Prinzip "Wer bist Du?" ermöglicht das Ermitteln der vorher unbekannten Bordkennzeichen von Flugzeugen. Dabei entschlüsselt der Dechiffrator des Gerätes IO-4M des Kennungsgerätes jeden beliebigen Code und wandelt diesen in einen Dezimalcode um, der durch das Leuchttableau als fünfstelliges Bordkennzeichen des Flugzeuges angezeigt wird.
 
VI im Bereich VII (Flugzeuge)
 
IV+VI Ermittlung des Bordkennzeichens (N), der Fluginformationen (Höhe, Kraftstoffvorrat und "Notlage"
Betriebsart wird am Pult des Gerätes IO-4M eingeschaltet.
Bemerkungen
Die Betriebsarten IV und IV+VI sind nur bei den Kennungsgeräten möglich, die mit einem Gerät für individuelle Kennung (IO-4M) ausgerüstet sind.
Weiterhin werden gewährleistet:
- Kontrollkennung im Bereich III
- Empfang des Notsignals "Alarm" bei ausgeschalteter Abfrage
   Funktion wird im Bereich VII unabhängig von der eingestellten Kennungsbetriebsart realisiert
   Die optische Signalisation erfolgt am Bedienpult.
- Empfang des Notsignals "Notlage" bei eingeschalteter Abfrage in den Bereichen III und VII in den allen Kennungsbetriebsarten
   (außer III und IV)
- die Kennung von Schiffen in den Bereichen III und VII mit den Betriebsarten I und II


Signalarten des Kennungssystems "Parol" auf dem Sichtgerät der Funkmess-Station

Parol
Quelle der Grafik: adsbradar.ru/nastoyashchee-i-budushchee-opoznavaniya

Signalstrukturen in den Wellenbereichen und Betriebsarten
(Quelle: "Grundlagen des Aufbaus von ... und Funkmess-Kennungsgeräten" Moskau 2019 (russ.)

Für die Erhöhung der Imitationssicherheit bei Funkmess-Kennungssystemen weredn Prinzipien der Kodierung von Abfrage- und Antwortsignalen verwendet. Die Kodierung besteht in der Änderung der Signalparameter nach Frequenz, Zeit, Modulation entsprechend einer bestimmten Regel. Die Komplexität der verwendeten Kodes ist jedoch verschiedene Faktoren begrenzt. Im System "Parol" wird eine geschlossene Kodierung angewendet, bei dem das Muster der Codeänderung nicht im Voraus festgelegt ist.

Arbeit im III. Frequenzbereich
Abfragesignal, 1. und 3 Betriebsart
Das Abfragesignal besteht aus 3 Impulsen gleicher Dauer auf der Frequenz f1, die einen gleichen zeitlichen Abstand t aufweisen
 
 
Kontrollabfrage
Zur Erhöhung der Imitationssicherheit bei der Arbeit im III. Bereich wird eine Kontrollabfrage (Abfrage-K) genutzt. dabei wird ein 4. Impuls zu den drei verhergehnden Impulsen hinzugefügt, welcher das Antwortgerät blockiert. Eigene Flugzeuge antworten bei der Kontrollabfrage nicht.
 
 
Antwortsignal der allgemeinen Kennung, 1. Betriebsart
Das Antwortsignal besteht aus
- einen Impuls, der in der Amplitude mit der festgelegten
   Codefrequenz fk moduliert wurde und
- 2 unmodulierten Impulsen mit den zeitlichen Abständen
   t1 und t2.
Insegasmt gibt es 6 verschiedene Codefrequenzen und 6 Werte von Zeitdifferenzen der unmodulierten Impulsen. Damit sind 36 verschiedene Antwortcodes möglich.
Im System "Kremnij" wurde das Antwortsignal nur mit die Modulationsfrequenz kodiert. Mit Einführung von "Kremnij-2M" wurde bereits die beiden unmodulierten Impulse eingeführt. Am Abfragesignal hatte sich dabei nichts geändert.
 
 
Antwortsignal Individuelle Kennung, 3. Betriebsart
Zum Signal der allgemeinen Kennung kommt ein 3. unmodulierter Impuls mit der Zeitverschiebung t3 hinzu. Der Wert von t3 kann zwei verschiedene Größen annehmen. Damit können nur zwei Flugzeuge in einer Gruppe mit der individuelle Kennung antworten.
 
 
Antwortsignal "Notlage"
Außerdem ist es möglich im III. Bereich ein "Notsignal" zu empfangen. Das Signal wird durch 2 modulierte Impulse mit dem zeitlichen Abstand tz gebildet,
 
 
 
Arbeit im VII. Frequenzbereich
Abfragesignal, I. Betriebsart (allgemeine, nichtimitationssichere Kennung)
Das Abfragesignal bestehend aus drei Impulsen , die eine konstante Zeitdifferenz von t1 und t2 aufweisen, wird über die Hauptantenne des Kennungs­systems auf der Frequenz f4 abgestrahlt. Zur Unterdrückung der Nebenkeulen Senden wird über die Kompensationantennen zusätzlich ein vierter Impuls (PBL) mit der Verzögerung t3 abgestrahlt.
Der Empfänger im Anwortgerät analysiert die empfangene Feldstärke und antworetet nur auf das Abfragesignal der Hauptkeule des Richtdiagramms.
 
 
Antwortsignal, I. Betriebsart (allgemeine, nichtimitationssichere Kennung)
Das Antwortsignal besteht aus zwei unmodulierten Impulsen gleicer Dauer mit den Frequenzen f2 und f3 (Direkter Code) oder f3 und f2 (Umgekehrter Code). Die Zeitdifferenz t zwischen den Impulsen kann jeweils drei Werte annehmen. Damit stehen in dieser Betriebsart sechs verschiedene Antwortcodes zur Verfügung.
 
Abfragesignal, II. Betriebsart (allgemeine imitationssichere Kennung)
Das Abfragesignal wird mit einer Verschlüsselungseinrichtung 6110 codiert und bei jeder Wiederholung geändert. Das Abfragesignal besteht aus:
• Synchronisierungsgruppe (1) zur Synchronisierung des Flugzeugantwortgerätes und Vorbereitung zum Empfang des Abfragesignals
• Impuls zur Unterdrückung der Nebenkeulen des Richtdiagramms (2) zum Ausschluss, dass sich das Flugzeugantwortgerät in einer Nebenkeule des Richtdiagramms des Kennungsgerätes befindet.
• Wechsel der der Schlüsselinformation (3)
beinhaltet die Information über den Gültigen Schlüssel. In das System werden die Schlüssel für zweie Tage (aktueller und folgender) eingegeben. Der Wechsel erfolgt 0.00 Uhr Moskauer Zeit automatisch. Im Zeitraum 23.54 Uhr bis 00.18 Uhr sind beide Schlüssel gültig, um Identifizierungsfehler auf Grund ungenauer Einstellungen der Uhren in den Kennungssystemen auszuschließen. Die Information, in welchem Code die Anfrage erfolgt, wird in dieser Gruppe übermittelt
• Informationsgruppe (4)
Stellt eine Zahl im Binärcode dar und beinhaltet die Information, wie der Antwortcode zu lauten hat. Diese Zahl ändert sich in jeder Abfrageperiode zufällig. Die Verarbeitung der Zufallzahl erfolgt nach einer speziellen Regel in Übereinstimmung mit dem eingestellten Kodier- / Dekodier-Schlüssel, der im Bodenkennungsgerät und Flugzeugantwortgerät gleich ist. Die Kodier- / Dekodier-Schlüssel werden periodisch geändert. Für die Vorbereitung des Boden­kennungs­gerätes auf den Empfang des Antwortsignales wird die Informationsgruppe für das Antwortsignal in der Verschlüsselungs­einrichtung entsprechend dem Kodier- / Dekodier-Schlüssel erarbeitet an dem Decodierer des Bodenkennungsgerätes als "Antwort-Codesignal" (POK) zugeleitet.
Damit wird in dieser Betriebsart "Garantierte Kennung" der Codes des Antwortsignals durch die Informationsgruppe bestimmt. Es sind 911 verschiedene Codes in der Abfrage möglich. Die Verschlüsselung macht es fast unmöglich, das Muster der Änderung der Anfrage- und damit der Antwortcodes zu entschlüsseln. Dies gewährleistet eine hohe Imitationsresistenz der Flugzeugantwortgerätes. Zur Verringerung der Möglichkeiten des Erratens des Antwortcodes, werden außerdem eine Serie (Pakete) von Antwortsignalen verarbeitet. Für die Errarbeitung des Signals "Eigener" müssen bei neun Anfragen (m=9) mindestens vier (n=4) richtige Antworten (Kriterium 4 von 9) eingehen. Weitere Kriterien 6 von 18, 10 von 32 im individuellen Idendifikationsmodus sowie 3 von 8 bei Störungen sind vorgesehen.
 
Antwortsignal, II. Betriebsart (allgemeine imitationssichere Kennung)
Das Antwortsignal ist in seiner Struktur ähnlich dem Signal im der 1. Betriebsart. Die Zeitdifferenz zwischen den beiden Impulsen kann jeweils 8 verschiedene Werte für den direkten und umgekehrten Code einnehmen. Damit sind 16 verschiedene Antwortcodes möglich.
 
Abfragesignal III. Betriebsart (Individuelle Kennung)
Das Abfragesignal besteht aus 4 Impulsen Der dritte und vierte Impuls haben dabei die zeitliche Differnz von tk. Das bfragesignal wird gebildet aus
 Synchronisierungsgruppe (1)
• Impuls zur Unterdrückung der Nebenkeulen
• Individuelle Abfrage
Der Aufgabe von (1) und (2) ist die Gleiche wie in der zweiten Betriebsart,(3) ermöglicht individuelle Abfrage des Flugzeugkennungsgerätes.
 
Antwortsignal III. Betriebsart (Individuelle Kennung)
Antwortsignal wie II. Betriebsart, jedoch mit einem weiteren Impuls, dessen zeitliche Position um ttk ind ändern kann. Damit können 12 Flugzeuge aus einer Gruppe auf individuelle Kennung antworten
 
Antwortsignal "Notlage"
Bei der Abfrage in der I. und II. Betriebsart kann das Flugzeug mit dem Signal "Notlage" antworten.
 
Antwortsignal "Alarm"
Unabhängig der eingestellten Betriebsart kann ohne Abfrage das Signal "Alarm" empfangen werden.


Auswertemethoden von Abfrage- und Antwortsignalen
Maßnahmen zur Unterdrückung der Seitenkeulen des Richtdiagramms werden angewandt zur
- Erhöhung der Seitenwinkelauflösung
- Begegnung von Impulsstörungen aus Richtung der Seitenkeulen
Dazu besteht die Antenneneinrichtung der Bodenabfragegerätes aus der Hauptantenne und der Kompensationsantenne.

angewandte Methoden:
- Unterdrückung der Seitenkeulen für den Sendebetrieb im Bereich VII
   Das Abfragesignal wird mit Ausnahme des Impulses zur Unterdrückung der Seitenkeulen über die Hauptantenne abgestrahlt.
   Die Abstrahlung des Impulses zur Unterdrückung der Seitenkeulen erfolgt über die Kompensationsantenne. Das Antwortgerät
   empfängt die Signale von Haupt- und Kompensationsantenne,
   analysiert das Amplitudenverhältnis und sendet nur dann ein Antwortsignal, wenn das von der Hauptantenne abgestrahlte Signal
   amplitudenmäßig größer ist, als das von der Kompensationsantenne empfangene Signal.
- Unterdrückung der Seitenkeulen für den Empfangsbetrieb in den Bereichen III und VII
   In den Empfängern erfolgt die Umwandlung der Amplitudenverhältnisse der Signale der Haupt- und Kompensationsantenne in
   Phasenverhältnisse (Methode der Phasenfärbung). Im Ergebnis erfolgt keine Weiterverarbeitung der durch Seitenkeulen
   empfangenen Signale.

Der Steuerrechner (Schlüsselapparatur SAO-P) dieser Gerätefamilie unterliegt einer hohen Geheimhaltungsstufe.
Die bereits mit den neueren Geräten P-19 ausgelieferten Blöcke des Kennungssystems "Parol" wurden kurz vor der Auflösung der NVA durch verantwortliche Offiziere der Verwaltung RWD des MfNV ausgebaut und als sensitive Technik an den Hersteller zurückgegeben.

Im Buch "Luftverteidigung der DDR: Fla-Ra-Komplex S-200 »Wega«" werden einige Ausführungen zu Sicherheitsbestimmungen zu dieser Apparatur gemacht, die Rückschlüsse zum Aufbau zulassen.
- Schlüsselapparatur musste in der VS-Stelle gelagert werden
- Schlüssel wurden in die Apparatur "eingespeist, eingelesen, eingelegt"
- Schlüssel befanden sich auf Schlüsselkarten, Schlüsselstreifen
- Nutzungszeitraum der Schlüssel war vorgeschrieben und begrenzt, abgelaufene Schlüssel waren zu vernichten

Das System Parol löste erst 1989 das System Kremnij-2 in der Aufhell- und Leitkabine ab.

Antennensystem des Kennungssystems Parol
an der Sendeantenne der Kabine K-1

Entwicklung des Systems Parol

ZeitraumBezeichnungGeräteEinsatz

später 1970-er3. Generation von
Kennungssystemen
Parol, Parol-2D
SRO-1P (Gerät 6201)
SRO-1P (Gerät 6201R)
SRO-1P (Gerät 6202R-1)
SRZ-1P (Gerät 6231)
SRZ-1P (Gerät 6231R-9)
MiG-29
MiG-29SE/SD Export
Su-27K Export
MiG-29, frühe Su-27
Su-27K Export


Gerätearten
SROAntwortgerät (Transponder)
SRZAbfragegerät (Interrogator)

 

Quelle: A 327/1/327; www.radartutorial.eu; www.russianarms.ru; www.mil-airfields.de, Peter Kraus: Luftverteidigung der DDR

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