Technikkatalog

 

Übungs- und Prüfgerät PTRP-4M

PTRP-4
PTRP-4 im Museum der polnischen LV, Foto: R. Wagner

PTRP-4
PTRP-4M in Arbeitslage auf der Transportkiste

PTRP-4
Frontansicht
  Bestimmung:
- Überprüfung der Arbeitsweise der
   Kommandogeräte 6-12, 6-19 und 6-60
- Ausbildung der Messtrupps und Geschütz-
   bedienungen im gleichmäßigen Abdecken
   der Eingangswerte

Mit dem Gerät kann erfolgen:
- die Ausbildung der Kommandogerät- und
   Geschützbedienungen
- das Überprüfen des Ausbildungsstandes der
   Kommandogerät- und Geschützbedienungen
   beim Abdecken der Eingangswerte
- das Überprüfen des Kommandogerätes in der
   Dynamik
- die Durchführung und Kontrolle von Lehr-
   schießen ohne reale Zieldarstellung

techn. Angaben:
- Imitation eines Zieles und Ermittlung dessen
   laufenden Koordinaten
- Übertragung der Koordinaten an
   das Kommandogerät
- Das Gerät ermittelt automatisch die laufenden
   Koordinaten eines imitierten Zieles (Seiten-
   winkel ß, Höhenwinkel ε und Schrägent-
   fernung e.) Die Werte werden über die Syn-
   chronübertragungsleitung zum Kommando-
   gerät übertragen.
- Das imitierte Ziel fliegt waagerecht, Wechsel-
   punktentfernungen ew= 1000 und 3000 m;
   Höhen h = 1000, 4000, 7000 und 9000 m;
   Zielgeschwindigkeiten V = 150, 200, 250,
   300, 400 und 444 m/s. Die Geschwindigkeit
   von 444 m/s dient nur zum Ausbilden der
   Richtkanoniere.
- Der Sturzflug eines imitierten Zieles erfolgt
   aus einer Höhe von h = 9000 bis 1000 m.
   Der Sturzflug beginnt bei 10 000 m vom
    Wechselpunkt bei einer Wechselpunktent-
   fernung von ew = 3000 m.
- Das Errechnen der Koordinaten erfolgt beim
   Flug des imitierten Zieles in eine Richtung
   von rechts nach links, 21 km rechts vom
   Wechselpunkt (Anflug) bis 9 km links vom
   Wechselpunkt (Abflug).

Gerätesatz:
- Rechengerät
- Feuerglocke
- Kabelsätze
- Halterung für Fotoapparat
- Tragegriffe
- Bezug
- Überprüfungstabellen
- Verpackungskisten

Bemerkung:
Diese Geräte stammen aus dem Komplex von Kommandogeräten und wurde um 1974/75 aufgearbeitet. Es sollte für das Training von RPK-1 Bedienungen genutzt werden. Zusammen mit dem Gerät "Specht" er­möglichte es durch Foto­aus­wertung die objektive Kontrolle der Gefechtsarbeit.

 

Quelle: DV 42/38, Teil 1; Militärtechnik 11/1970

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