Technikkatalog

 

Kennungsgerät NRS-1

Kennungsgerät NRS-0
Sende-Empfangs-Apparatur
(Foto: http://vitalykuzmin.net/?q=node/211)

Kennungsgerät NRS-0
Antennenanlage
(Foto: http://vvkure.com/forums/viewtopic.php?p=16342&sid=57d0ac4172bb9ea2ac814ccf6988397e)
  Bestimmung:
Kennungsgerät der RBS P-8
Abfrage der Kennung eines Luftzieles

Technische Daten:
- System: Kremnij-1
- Antennenumlaufzeit: synchron zum Primärradar
- Arbeitsfrequenz: m-Bereich

Bestandteile:
- Sende-Empfangs-Apparatur (B-10)
   bestehend aus den Blöcken:
     B-11     Sender (1)
     B-15M  Emfänger (2)
     B-22     Stromversorgung (3)
- Steuereinheit mit Anzeige-Einrichtung (B-14)
- Steuerpult (B-12)
- Block 24
- Antennenanlage

System Kremnij-1:
Wahrscheinlich erstes sowjetisches System zur Abfrage der Kennung.
Zur Kodierung des Antwortsignals wurde eine Ampituden-
modulation des Sendesignals der Anwortstation mit Zeichenfolgen genutzt, die Buchstaben des Morsealphabetes entsprachen. Der Satz der Buchstaben für die Kodierung war beschränkt. Der zu nutzende Kode wurde nach einem Plan vorgegeben und über einen Umschalter im Flugzeugantwort-gerät ausgewählt.
Zum System gehörten:
- Boden-Funkmess-Abfragegeräte (NRS)
- Flugzeugantwortgeräte (SRO oder SRZO)
Das Flugzeugantwortgerät empfing den Abfrageimpuls vom Bodengerät auf der entsprechenden Frequenz und sendete ein Antwortsignal, dass mit der vorgegebenen Zeichenfolge aus kurzen und langen Impulsen moduliert wurde.

  Funktion des NRS:
Der Sender arbeitete im m-Wellenbereich und bestand aus Modulator und HF-Generator. Als Senderöhre fand die GU-3 Anwendung. Im Senderblock befand sich ebenfalls der Sende-Empfangsumschalter der Antenne.
Der Sender erzeugte bei Abfrage (Kippschalter "synchronisiert" eingeschaltet bzw. Betätigung des Abfragepedals) synchron mit dem Sendeimpuls der Funkmess-Station einen Abfrageimpuls, der über die Antenne abgestrahlt wurde.
Der Empfänger war als umstimmbarer Super mit Oktalröhren aufgebaut. An der Frontplatte des Empfängers befanden sich Abstimmschlitze der Schwingungskreise des Vorselektors, des HF-Verstärkers und des Oszillators.
Zur Abstimmanzeige wurde eine Anzeigeröhre (magisches Auge) genutzt, das an der Frontplatte des Empfängers angeordnet war.
Als Antenne dienten 2 Strahler mit senkrechter Polarisation und flachem Reflektor, die auf einem Mast, der zur Stabilisierung in die Erde eingeschlagen und abgespannt wurde, aufgebaut war.
Die Antennendreheinrichtung befindet sich in einem rechteckigen Gehäuse und gewährleistet das synchrone und gleichphasige Drehen dieser Antenne mit der Antenne der Funkmess-Station. Eine andere Quelle schreibt: "Das Sekundärradar lief noch nicht synchron mit der Primärradarantenne. Es war auf einem externen Mast aufgebaut und musste durch eine Handkurbel und einem Servosystem in die abzufragende Richtung gesteuert werden". Zur Anzeige wurde eine Oszillografenröhre mit horizontal linear Ablenkung genutzt, deren Auslenkung mit der Funkmess-Station synchronisiert wurde. Das Ausgangssignal des Kennungsgerätes diente zur vertikalen Auslenkung. In Abhängigkeit der Entfernung zum antwortenden Ziel wurde das Antwortsignal (Morsesignal) dargestellt.
Wahrscheinlich wurde wegen der Nutzung des Morsealpabetes diesem Kennungsgerät der Spitznamen "Specht" gegeben.
 

 

Quelle: http://forums.airbase.ru/2005/10/t35302--sistema-svoj-chuzhoj-v-sssr.html; Grundlagen der FM-Technik (russ.)

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