Technikkatalog

 

RPK-1A / RPK-1M1 (Rechengerät 1A19)


1A19

  1  KW-61M  Block der Rechenverstärker
  2  KW-62M  Block der Rechenverstärker
  3  KW-65M  Block der Verbesserungen
  4  Signaltafel
  5  KW-66M  Steuer- und Höhenblock
  6  KW-71M  Block der automatischen Koordinaten
  7  Platte der Steckverbindungen
  8  KW-72M  Block der Diffenzier- und Glättungseinrichtungen
  9  KW-64M  Block der Ausgangswerte (Rohrerhöhung, Geschossflugzeit)
10  KW-63M  Block der Ausgangswerte (Seitenwinkel)

hinter dem KW-65 sind angeordnet:
      KW-67M  Stabilisierungsblock der Stromversorgung
      KW-68M  Gleichrichterblock der Stromversorgung
      KW-69M  Zeitrelaisblock der Stromversorgung
  Bestimmung:
Bestandteil des Funkmessfeuerleitgerätes RPK-1
dient zum Ermitteln der Schusswerte für eine Batterie mit Geschützen 57-mm-Flak S-60.

Für die Berechnung der Schusswerte für die 100-mm-Flak KS-19 wurde in der RPK-1 das Rechengerät 1A20 genutzt. Es unterscheidet sich vom 1A19 nur dadurch, dass zusätzlich die Daten für die Zünderstellmaschine bereitgestellt und die Schusswerte der KS-19 berücksichtigt werden

Wirkungsweise:
Löst die Aufgabe des Zusammentreffens von Geschoss und Ziel im rechtwinkligen Koordinatensystem nach der Hypothese, dass sich das Ziel in der Vorhaltezeit geradlinig mit gleichbleibender Geschwindigkeit und in beliebiger Ebene bewegt. Kursmanöver des Ziels werden dabei berücksichtigt.
Das Funkmessgerät ermittelte die spährische Ziel-Koordinaten. Diese werden im Rechengerät in rechtwinklige Ziel-Koordinaten umgewandelt. Als Ausgangswerte werden die Schusswerte (Seitenwinkel zur Vorhaltepunkt, Rohrerhöhung) ermittelt und über die Synchronkabel und den ZVK an die Geschütze übertragen.

Arbeitsverfahren:
• I - Funkmessgerät
   Winkelkoordinaten werden durch das
   Funkmessgerät/Fernsehvisier und
   Zielentfernung durch das Funkmessgerät
   ermittelt
• II - Horizontalflug
   Winkelkoordinaten werden durch das
   Fernsehvisier, die Zielentfernung wird
   durch das Rechengerät aus einer
   eingestellten konstanten Höhe ermittelt
   (nur für Höhenwinkel > 1 -00)

Betriebsarten:
- geringe Zielhöhe
- Trägheitsbegleitung
   Am Rechengerät liegen die Ausgangswerte des
   Kursautomat an, welcher den Zielkurs bei
   Verlust des Zieles durch das Funkmessgerät
   extrapoliert.

 

Bilder Rechengerät 1A19N aus einer RPK-1M1
Die Blöcke des Rechengerätes sind im Gestell KW-70 untergebracht.

RPK-1 Blöcke der Rechenverstärker KW61, KW-62
Die Rechenverstärker RU-50 (je 2 auf einer Baugruppe) wurden
zur Kompensation über einen sich drehenden Kommutator (runde Scheiben) periodisch an einen Zentralverstärker ZU-50 angeschlossen.
Ein Aufleuchten einer Signallampe am Kommutator zeigte an,
wenn die Drift des Rechenverstärkers nicht mehr kompensiert
werden konnte.
Das gleiche Verfahren wurde beim Rechner der 1S32 angewandt.
 
RPK-1 Blöcke der Folgesysteme für
KW-63  Seitenwinkel
KW-64  Rohrerhöhung und Geschossflugzeit
 
RPK-1KW-65
Eingabe von Verbesserungen
z.B. Parallaxe, Pulvertemperatur, Windwerte in verschiedenen Höhenschichten
 
RPK-1 KW-66  Überprüfungsblock (statische KA)
               Folgesystem für Höhe

KW-71  Block der Folgesysteme Seitenwinkel und Höhenwinkel für die Betriebsart "Trägheitsbegleitung" des Funkmessgerätes.
 
RPK-1 Typenschild des Rechengerätes, Schrank KW-70
mit ballistischen Angaben zum Geschütz, der Granate und dem Zünder

 

Quelle: A 059/1/202; Fotos aufgenommen in der Technikausstellung im Militärmuseum Kossa

Inhalt

zurück

Sie befinden sich in:

RWD-MBIII
|--Technik
  |--Technik im Bestand
    |--Funkmesstechnik
       |--RPK-1
          |--1A19